Das RegelwerkVRMGD – Regelbuch

Der Wettkampf folgt klar definierten Regeln. Diese sind in dem offiziellem Regelbuch vom VRMGD definiert.

Qualifikation der Trainer: Pferdeführerschein Umgang

Die Regel lautet:Änderungen auf Grund der neuen, gültigen APO 2020 sind gelb markiert.

„Allgemeinen Bestimmungen der Wettkampforganisation“ Absatz 6.4.(Wirkung ab 01.04.2015) Der Trainer einer Mannschaft muss mindestens im Besitz des Pferdeführerschein Umgangs oder einer höherwertigen Qualifikation sein. Auf Verlangen des Turnierleiters oder der Schiedsrichter ist ein Nachweis vorzulegen. Langjährige Trainer genießen Bestandsschutz, über die Befreiung entscheidet der SRA.

Erklärung:

Wenn die Reitabzeichen RA 7 und RA 6 oder Fahrabzeichen FA 7 und FA 6 oder Wanderreitabzeichen WRA 10 und WRA 9 abgelegt wurden ist dies gleichwertig zum Pferdeführerschein Umgang.Höherwertige Qualifikationen sind zum Beispiel:- Reitabzeichen Klasse 5-1- Trainerassistent- Berittführer- Trainer A, B, C (Reiten Basis- Leistungssport)- oder eine berufliche Ausbildung

Der Nachweis kann einmalig als Kopie (auch eingescannt per Email: bvolmer@vrmgd.de) beim Schiedsrichterausschuss eingereicht werden, dann ist eine weitere Vorlage nicht nötig. Wenn dies nicht geschehen ist muss der Nachweis bei der Kontrolle der Equidenpässe vorgelegt werden.

Ein Antrag auf Befreiung kann formlos beim Schiedsrichterausschuss eingereicht werden ( bvolmer@vrmgd.de).

Den Pferdeführerschein Umgang kann man in vielen Reitschulen oder Reitvereinen bei den dort angebotenen Reitabzeichenlehrgängen ablegen. Der Lehrgang hierzu muss durch einen Trainer C mit gültiger Lizenz und einer entsprechenden Fortbildung (oder jemandem mit einer höherwertigen Qualifikation) durchgeführt werden. Die Prüfung ist von mindestens einem Richter abzunehmen (s. APO). Die Unterlagen, Anmeldung, etc. hierzu sind über den zuständigen Pferdesportverband zu beziehen.

Inhalt des Pferdeführerschein Umgangs:

APO 2020: „Der Lehrgang zum Pferdeführerschein Umgang hat die Aufgabe, dem Teilnehmer Handlungskompetenz zum sicheren und pferdegerechten Umgang in alltäglichen Situationen zu vermitteln. Dabei werden grundlegende Kenntnisse des Pferdeverhaltens erarbeitet und das Führen des Pferdes unter Sicherheitsaspekten in praxisbezogenen Aufgabenstellungen geübt. […]“

Bei diesem Abzeichen wird nicht geritten, folgende Themen werden verlangt:

1. Erster Kontakt und Pferdepflege2. Pferdeverhalten und verhaltensgerechter Umgang mit dem Pferd einschließlich Haltung, Fütterung und Gesundheit3. Praktischer Umgang mit dem Pferd, Bodenarbeit, Führen im eingezäunten Bereich4. Praktischer Umgang mit dem Pferd in Alltagssituationen, Führen im öffentlichen Raum

Literaturtipp:

„Pferdeführerschein Umgang mit dem Pferd“ von Isabelle von Neumann-Cosel, FN-Verlag, Auflage: 1, 2019 14,90€


Qualifikation der Reiter: Das Reitabzeichen Klasse 8 (FN)

Die Regel lautet:

Nationale Wettkampfregeln Abschnitt D.) StartberechtigungD.3. Auf dem Deutschen Mounted-Games-Championat darf ein Verein nur Reiter einsetzen, die in der laufenden Saison für ihn gestartet sind. (Mit Wirkung ab Saison 2015/2016): Startberechtigt auf dem Championat sind nur Reiter im Besitz des Reitabzeichens Klasse 8 (FN) oder eines höherwertigen Abzeichens.

Erklärung:

Höherwertige Abzeichen sind:- Alle Reitabzeichen ab Klasse 7 – 1 (Das RA 7 entspricht dem ehemaligen „Großen Hufeisen“, das „Kleine Hufeisen“, jetzt RA 9, reicht nicht aus).- Reitpass (RP)- Geländeabzeichen (GA)Gleichwertige Abzeichen sind:- FN-Sportabzeichen- Westernreitabzeichen Klasse 7 oder höher

Der BASISPASS IST KEIN REITabzeichen und gilt somit NICHT als Qualifikation.

Der Nachweis ist beim Championat vorzulegen (gilt ab dem Championat 2016)

Das RA 8 kann man in vielen Reitschulen oder Reitvereinen bei den dort angebotenen Reitabzeichenlehrgängen ablegen. Der Lehrgang hierzu muss durch einen Trainer C mit gültiger Lizenz (oder jemandem mit einer höherwertigen Qualifikation) durchgeführt werden. Die Unterlagen, Anmeldung, etc. hierzu sind über den zuständigen Pferdesportverband zu beziehen.

Inhalt des Reitabzeichens Klasse 8:

Folgende drei Teilprüfungen werden verlangt:

1. DressurVorstellen des Pferdes/Ponys nach Weisung des Ausbilders in Anlehnung an die Klasse E (Hilfszügel gemäß § 70.D LPO sind zugelassen). Reiten ohne Bügel mindestens im Schritt. Nach Möglichkeit sollte auf dem Außenplatz geritten werden.

2. Sitzschulung/Reiten mit verkürzten BügelnReiten einer Geschicklichkeitsaufgabe (s.u., bzw. FN-Merkblatt) inkl. des Reitens im leichten Sitz in seinen verschiedenen Ausprägungen und über Stangen und Bodenricks.a) Die Teilprüfung Geländereiten kann nach den anderen Teilprüfungen am selben Tag oder unabhängig von diesen erfolgen, sofern sie nicht die Teilprüfung „Reiten mit verkürzten Bügeln“ ersetzen soll. Die Anforderungen werden im Außengelände auf unebenem Boden, im leichten Sitz und beim Bergauf- und Bergabreiten abgeprüft.

3. Stationsprüfungen zu den Themen:- Rasse, Farben, Abzeichen, Körperbau- Grundkenntnisse über Sitzformen, Hufschlagfiguren, Bahnordnung- Bodenarbeit (Ansprechen und Annähern, Führen (von beiden Seiten) und Halten an einem vorgegebenen Punkt, Anbinden, das angebundene Pferd zur Seite weichen lassen, Passieren anderer Pferde, Sicherheit auf der Stallgasse, Slalom, Gangmaßwechsel im Schritt)

Literaturtipp:

„Meine ersten Reitabzeichen (10 bis 6)“ von Isabelle von Neumann-Cosel, FN-Verlag, Auflage: 1 (Nov. 2013) 12,90€